Archive for the ‘Tipps/Tutorial’ Category

Nur ein bisschen Gitarre Lernen …

Mittwoch, April 13th, 2011

Den meisten reicht das schon, nur so ein kleines bisschen. Hier folgen ein paar nicht ganz ernst gemeinte Links. Wer dann doch noch Fragen hat, möge mich anrufen, (zum Thema Gitarre meine ich) …

Learn enough guitar… Part 1

Learn enough guitar… Part 2

Aber hier ist wirklich etwas Interessantes, jede Menge Songs mit 4 Akkorden! Viel Spaß beim Sammeln, Routine ist ja auch was wert…

Axis of Awesome - Four Chord Songs

Mentales Training

Montag, Oktober 25th, 2010

Leichter lernen – sicherer auftreten
Für Sportler ist es etwas Alltägliches, für Musiker meist immer noch neu. Mentales Training, bedeutet z.B. üben zu können, ohne die Bewegungen tatsächlich auszuführen, eine effektive Methode. Damit lässt sich Zeit sparen, Konzentration fördern, sorgfältiger und zielgerichteter Üben. Die Klangvorstellung wird deutlicher und bewusster, was erstens die Musik im Ablauf selbst betrifft, zweitens aber vor allem die Interpretation. Eingeschliffene Fehler kann man damit loswerden, Sehnen und Gelenke schonen, Wartezeiten überbrücken und, und, und…
In dem Buch von Renate Klöppel wird das alles veranschaulicht und an praktischen Beispielen erklärt, ein großer Teil des Buchs ist auch dem Umgang mit Lampenfieber gewidmet und es gibt eine Einführung in die Progressive Muskelentspannung, sehr zu empfehlen!
Literatur:
Mentales Training für Musiker. Leichter lernen – sicherer Auftreten von Renate Klöppel. Bosse Verlag 3. Auflage 2003.

Mentales Training für Musiker: Leichter lernen - sicherer auftreten

Prestississimo

Freitag, Oktober 22nd, 2010

Prestißißimo - Grete Wehmeyer
Die Wiederentdeckung der Langsamkeit in der Musik und somit die Entschleunigung ist ein zentrales Thema der wissenschaftlichen Arbeit von Grete Wehmeyer. Die Musikwissenschaftlerin und Pianistin zeigt wie es trotz besseren Wissens dazu gekommen ist, dass sich einerseits durch historische Missverständnisse die Musik in den letzten 200 Jahren immens beschleunigt hat und wie weit es auch einfach mit Zeitgeist, Lebensgefühl und technischen Errungenschaften zusammenhängt. Denn so hatten sich die Komponisten vergangener Zeiten ihre Musik nicht vorgestellt. Sehr empfehlenswertes und auch unterhaltsames Buch für alle Musiker und Musikliebhaber.

prestißißimo. Die Wiederentdeckung der Langsamkeit in der Musik

Resonanzlehre: Musiker in Bewegung

Freitag, Oktober 22nd, 2010

Aus der eigenem Erfahrungen als Musiker, vor allem aber durch Unterrichtserfahrung weiß ich, in den meisten Fällen ist es nicht selbstverständlich, dass die körperliche Seite des Musizierens ausreichend berücksichtigt wird. Die beste Anleitung sich als Musiker körperlich 3-dimensional ausbalanciert einzurichten und  mit Leichtigkeit und der richtigen Balance aus Lockerheit und Spannung bekam ich von Thomas Lange. Auf seiner Seite kann man mehr erfahren, insbesondere das dort eingestellte Interview würde ich empfehlen: Resonanzlehre. Bei Thomas Lange geht es um angewandte Musikphysiologie für Musikerinnen und Musiker. Er fasst Klang und Bewegung als Einheit auf. Sein Kernsatz lautet: Je resonanzreicher der Klang, um so müheloser und effektiver die musikalische Bewegung. Glücklicherweise steht der Gleichgewichtssinn im direkten Zusammenhang mit dem Gehör. Hat man einmal gelernt, dass wir Menschen nicht mechanisch sondern kybernetisch und ausbalanciert optimale Ergebnisse erzielen, ist man schon bald auf dem richigen Weg. Mit der audiomotorischen  Einschätzung der eigenen Bewegungsqualität gibt er ein Kriterium an die Hand, mit dem Musiker hören können, wie es um die Bewegungsqualität beschaffen ist. Angewandt bedeutet dass es immer um die tatsächliche Praxis in der musikalischen Aktion geht. Am Ende konzentriert sich der Musiker in erster Linie auf den Klang der die entsprechende Bewegung steuert. Bestandteil der Resonanzlehre sind von Thomas Lange zusammengestellte Körperübungen mit denen der Körper täglich neu eingerichtet wird. Als Ergänzung für diesen Aspekt kann ich auch das folgende Buch empfehlen. Es hilft die Verbindung von Klang und Bewegung zu optimieren. Aber natürlich ist es auch wertvoll für jene die einfach nur akute oder spätere Beschwerden vermeiden wollen oder ihre Ausdauer und Leistungsfähigkeit verbessern wollen.

Musiker in Bewegung: 100 Übungen mit und ohne Instrument

Buchtipp: effektives Üben

Sonntag, August 22nd, 2010

Gerhard Mantel - Einfach üben: 185 unübliche Überezepte für Instrumentalisten
Schott Verlag, ISBN 978-3-7957-8724-0
Das Buch eines Cellisten auf einer Gitarrenseite? Ja genau, nachdem Gerhard Mantels spezielleres ‚Cello üben. Eine Methodik des Übens nicht nur für Streicher’ zur Standardlektüre an Hochschulen geworden ist, ist dieser Buchtipp allgemein für alle Instrumentalisten hochinteressant. Durch Mantels sehr komprimierten Schreibstil bekommt der Musiker hier ein kompaktes Buch mit geballter Information an die Hand, das andererseits vielleicht nicht gerade als Bettlektüre geeignet ist. Widmet man aber seine ganze Aufmerksamkeit dieser Veröffentlichung ist der Nutzen von seinen Methoden und Überezepten unbezahlbar. Das Buch ist in vier Teile eingeteilt, die Frage „Was ist Üben?“ Wird als erstes geklärt, dann spannt der Autor den Bogen zum zentralen Thema Bewegung: “äußere und innere Bewegung, die einander im Idealfall entsprechen”, bringt es auf den Punkt. Abgerundet wird durch einen Teil zur mentalen Organisation und einen zum Thema Interpretation. Die Rezepte sind jeweils der zentrale Punkt jedes Abschnitts in einem Satz zusammen gefasst. So wird das Arbeiten mit ‚Einfach Üben’ wesentlich erleichtert. Dieses Buch gibt wertvolle Anregungen und Hilfestellungen zum effektiven Üben und sei allen Instrumentalisten, die es ernst meinen, wärmstens empfohlen.
Jens Hausmann

Einfach üben: 185 unübliche Übe-Rezepte von Gerhard Mantel

Buchtipps: gehirn-gerechtes Lernen

Sonntag, August 15th, 2010

Vera F. Birkenbihl - Stroh im Kopf?

Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer

 

Hochinteressant immer wieder über den Tellerrand eines Gitaristen zu schauen. Gerade, wenn man unterrichtet, oder selbst ständig dazu lernen will ist es sicher eine gute Idee sich mal mit gehirngerechter Aufbereitung zu beschäftigen. Wie funktioniert das Gehirn überhaupt, was bedeutet rechte und linke Gehirnhälfte. Die wunderbare Autorin Vera F. Birkenbihl legt die Grundlagen moderner Gehirnforschung verständlich dar und bleibt dabei vor allem stets locker und unterhaltsam. Dieses Buch ist schnell durch gearbeitet und man bekommt jede Menge schnell umsetzbare Anregungen mit auf den Weg. Übrigens ist einer der gut veranschaulichten Tipps von Frau Birkenbihl das folgende Buch von Betty Edwards. Beiden Bücher sind keine trockene Theorie sondern auf Anhieb praktisch anwendbare Hilfen. Von Vera F. Birkenbihl gibt es auch noch eine ganze Reihe von hervorragenden Programmen zum Erlernen von Sprachen und andere interessante Bücher.

 

 

Betty Edwards - Das neue Garantiert Zeichnen Lernen

Die Befreiung unserer schöpferischen Gestaltungskräfte

 

Mit einfachen Tricks zeigt Betty Edwards, wie man Proportionen erkennt, mit der Perspektive umgeht, mit Licht und Schatten die dritte Dimension darstellt und Porträts zeichnet. So weiß es die Kurzbeschreibung. Der originale englische Titel heißt: ‚Drawing On Te Right Side Of Brain’. ‚Right’ ist zweideutig gemeint im Sinne von richtig und im Sinne von rechts. Ruckzuck leitet die Autorin dazu an, eben wirklich die oft brachliegende rechte Gehirnhälfte zu nutzen, indem die linke Hälfte unter- oder überfordert wird. Im Laufe des Buches lernt man immer bewusster umzuschalten und eben Zeichnen! Das war mir ehrlich gesagt gar nicht so wichtig, mich interessierten mehr die Hintergründe und ob das Ganze auf die Welt eines Musikers übertragbar ist. Tja, nun habe ich deutlich Fortschritte gemacht, obwohl ich vorher schon recht passabel zeichnen konnte, habe für mich und den Unterricht viel gelernt und kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Aber das Schärfste ist: seit ich es durchgearbeitet habe wurde mein Gitarrespiel einiges besser!

Jens Hausmann

Gesang: Basics für Gitarristen

Freitag, August 6th, 2010

Sicher nicht Hauptthema einer Gitarrenseite aber für viele Gitarristen sicher trotzdem interessant. Hier habe ich ein paar Basics die ich im Gitarrenunterricht mit meinen Schülern gesammelt habe. Damit kann man als Erste Hilfe nicht viel falsch machen, wer aber mehr braucht wird mit professioneller Hilfe oder weiter unten fündig.

Atmung
Am besten durch Nase und Mund, das geht gar nicht so schwer. Die Nase allein wäre zu langsam und geräuschvoll, mit dem Mund allein wird alles trocken. Dabei tief atmen in die Flanken und Bauch und nicht die Schultern heben. Schön auf gleichmäßig ausströmende Ausatmung achten, die Einatmung kommt wie von selbst. Ausatmen üben auf ssss oder fffff. Der Atem sollte gestützt sein, dass heißt, aber nicht Bauch rausdrücken oder einziehen. Es geht eher um eine lockere Spannung, ein bisschen als wollte man pupsen (-;
Ansonsten die Zunge aus dem Weg schaffen. Die liegt oft schlaff im Mund und dämpft wie eine Wolldecke, so dass der Ton nicht rauskommt.

Stand/Sitz
Locker! Im Stand wäre für den Gesang natürlich besser, Boden unter den Füßen spüren, Knie nicht durchdrücken, Beckenboden leicht anheben jederzeit in der Mittelachse drehbar bleiben.
Spezifisches für Gitarristen
Beim Stand oder Sitz geht es schon los, zumindest dann, wenn gern auf das Griffbrett geschaut wird ist der Körper schon nicht mehr optimal ausgerichtet. Aber andere Probleme sind, dass Spannungen vom Gitarrenspiel (schwierige Akkorde, schnelle harte Rhythmen) sich schnell auf den ganzen Körper und Gesang übertragen, aufpassen und immer locker bleiben! Hohe Töne nicht rausquetschen wollen so manche Kehle ist schon aus Angst vor hohen Tönen zugeschnürt. Eine gute Idee ist sicher die Stücke erstmal locker leise zu summen, z.B. auf nnnn. Oft sehe ich auch, dass die Stücke rhythmisch nicht klar sind, also vielleicht erstmal rhythmisch zur Gitarre sprechen. Langsam üben und jedes einzelne Intervall versuchen zu spüren, bis das Stück klar ist. Hören!!! Bewusst versuchen in den Raum hinein die gegenüber liegende Wand anzusingen und alles immer locker fließen lassen.

Weiter geht’s
Bei Klemm Music gibt es Ricarda Ulm ein interessantes Buch mit CD, das in Seminaren vorgestellt wird. Empfehlenswert für diejenigen, die schon länger singen, aber sich nie um Unterricht oder eine sonstige Anleitung gekümmert haben und in kurzer Zeit Ergebnisse erzielen wollen. Singen mit Ricarda: klemm-music.de/ricarda.

Wer noch tiefer einsteigen will und/oder schon versierter ist findet hier das Richtige: Komplette Gesangstechnik von Catherine Sadolin www.completevocaltechnique.com. Die deutsche Ausgabe ist über Martin Carbow www.carbow.net zu beziehen.

Viel Spaß und guten Flow

Jens Hausmann

Gitarrenbau

Mittwoch, Juli 28th, 2010

Hier habe ich mal einige Links von Videos gesammelt, die den Gitarrenbau veranschaulichen: Carsten Kobs erläutert den Klassikgitarenbau, er bietet auf seiner Webseite auch ein AVI Version an. hier geht es zur wmv Version www.kobs-gitarren.deEiniges zum Stahlsaiten Bausatzbau wird inzwischen anhand eines modifizierten Bausatzes bei Youtube gezeigt: www.youtube.com/watch?v=bvZgZZ7q8QMBei YouTube gibt es natürlich auch reichlich von großen Firmen, dies als kleine Auswahl zum Weiterforschen:

Martin Factory Tour
www.youtube.com/watch?v=Mmfu1hqIDuo
Fender Factory Tour
www.youtube.com/watch?v=ERV5E5uhLAM
Gibson Factory Tour
www.youtube.com/watch?v=EYN_K9dVYVQ

Viel Spaß beim Surfen!

Hier noch ein sehr empfehlenswertes Buch:

Akustische Gitarren: Alles über Konstruktion und Historie